Bew hrungshilfe aus der Sicht jugendlicher und heranwachsender Probanden

Author: Eva Kutajova
Publisher: diplom.de
ISBN: 3836624753
Format: PDF, Mobi
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Inhaltsangabe:Einleitung: „Das Gesetz kann niemanden zwingen, seinen Nächsten zu lieben, aber es kann es schwieriger für ihn machen, seinem Hass Ausdruck zu geben“. Dieses Zitat des amerikanischen Juristen Neil Lawson könnte ein Denkanstoß für die innenpolitische Diskussion zur Verschärfung des Jugendgerichtsgesetzes sein. Das Thema erhöhter Gewaltbereitschaft und des daraus resultierenden Gewaltausbruches, vor allem unter nichtdeutschen Jugendlichen, wird in der deutschen Presse immer präsenter und immer lauter wird auch das Verlangen nach schärferen Strafen. Vermehrt stellt man sich die Frage nach den möglichen Gründen des augenfälligen, zum Teil heftigen Verhaltensumschwungs innerhalb dieser Altersgruppe. Woher kommt dieser Hass auf Alles und Jeden? Ist es die Perspektivlosigkeit, soziale, gesellschaftliche und kulturelle Desintegration, sind es materielle Defizite oder einfach nur Willkür der jungen Generation? Wird die Gewaltbereitschaft unter den Jugendlichen durch die Verschärfung der Gesetze überhaupt gedämmt? Das deutsche Rechtssystem tritt die Würde des Menschen nicht mit Füßen. Im Gegenteil: jeder, der in seinem Leben auf die „schiefe Bahn“ geraten ist, bekommt eine zweite Chance, in die „Normalität“ zurückzukehren. Das für manche, nach „law and order“ amerikanischer Ausprägung trachtende, deutsche Politiker (und auch Bürger) zu „lasche“ Strafsystem, ermöglicht vielen erwachsenen und jugendlichen Straffälligen aus den eigenen Fehlern zu lernen, sich zu bessern und sich in die Gesellschaft neu einzugliedern. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft, die Befähigung zur Führung eines straffreien Lebens und somit die Verhinderung des weiteren Vollzugs einer Freiheitsstrafe, wird dem Straffälligen durch die Bewährungshilfe, die ein wichtiger Teil der Straffälligenhilfe in Deutschland ist, ermöglicht. Welche Ziele die Bewährungshilfe verfolgt, welche Aufgaben sie erfüllt, welches die Tätigkeitsbereiche eines Bewährungshelfers sind, und noch sehr viel mehr, wird in der vorliegenden Arbeit thematisiert. Der tatsächliche Fokus der Arbeit liegt aber auf der Klientel der Bewährungshilfe. Ziel dieser Arbeit ist die Klärung der folgenden beiden Fragen: Wie wird die Bewährungshilfe von jugendlichen und heranwachsenden Straffälligen wahrgenommen? Gibt es kulturbedingte Wahrnehmungsunterschiede unter deutschen und nichtdeutschen Probanden? Hierbei werden diejenigen Probanden, die zwar die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, aber in [...]

bergangsmanagement und der Ausstieg aus Straff lligkeit

Author: Eduard Matt
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3862269604
Format: PDF
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Unter dem Begriff Übergangsmanagement ist in den letzten Jahren ein Erfolg versprechendes Konzept zur sozialen und beruflichen Wiedereingliederung von (Ex )Strafgefangenen und Straffälligen entwickelt und in ersten Ansätzen umgesetzt worden. Es basiert auf der Erkenntnis, dass erst ein strukturierter, übergreifender und systematischer Weg, der die Arbeit in den Justizvollzugsanstalten, den Übergang selbst (die Entlassungsvorbereitung) sowie die Zeit nach Haftentlassung als einen einheitlich zu gestaltenden Prozess behandelt, entsprechende Erfolge zeigt. Der Band vermittelt einen ersten Überblick über die theoretischen Hintergründe des Konzeptes des Übergangsmanagements. Dargelegt wird die Situation besonders belasteter Straffälliger, geprägt durch lange Karrieren, Rückfälle sowie vielfältiger Problemlagen. Marginalisierungsprozesse und gesellschaftliche Stigmata kommen hinzu. Die Situation wird sowohl aus Sicht der Forschung, als auch aus Sicht von Betroffenen beschrieben. Straffälligkeit wird hierbei in einer lebenslauforientierten Perspektive eingebettet. Beispiele praktischer Umsetzungsformen des Übergangsmanagements ergänzen das Bild. Die sich aus dem Konzept des Übergangsmanagements ergebenen Anforderungen an die jeweiligen Akteure werden offengelegt. Für die Straffälligen steht die Arbeit am Ausstieg aus Straffälligkeit an, mit Veränderungen der Lebenssituation oder gar der Person. An das Personal stellen sich die Aufgaben der Veränderungen der Arbeitsweisen und Handlungskonzepte (z.B. Case Management). Gefordert ist besonders die Vernetzungsarbeit der beteiligten verschiedenen Institutionen. Und in der Gesellschaft ist die Bereitschaft zu fördern, Ex-Straffällige wieder aufzunehmen. Wiedereingliederung wird zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe.

Der Hilfe und Kontrollauftrag der Bew hrungshilfe in der Arbeit mit Sexualstraft tern

Author: Stefan Maschack
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3638707199
Format: PDF, Mobi
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpadagogik / Sozialarbeit, Note: 1,1, Hochschule Bremen (Hochschule), 58 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum eine Verbrechensart beschaftigt die offentliche Meinung so sehr, wie Sexualstraftaten. 1995 gingen die schrecklichen Missbrauchs- und Mordtaten von Marc Dutroux um die Welt. Auch die Verbrechen von Mark Hoffmann in Niedersachsen in der jungsten Vergangenheit sind hier keine Ausnahme. In Deutschland bewegten und erregten die Vergewaltigungen und Morde an Natalie Astner, Kim Kerkow oder Christiane Evers die Offentlichkeit. Als Konsequenz dieser scheinbar gestiegen Anzahl von Sexualstraftaten hat der Gesetzgeber reagiert und am 26. Januar 1998 das Gesetz zur Bekampfung von Sexualdelikten und anderen schweren Straftaten" erlassen. In diesem Gesetz ist u.a geregelt worden, dass Sexualstraftater, die zu einer Bewahrungsstrafe verurteilt worden sind, auch ohne ihr Einverstandnis zu einer psychotherapeutischen Behandlung mittels einer Weisung gezwungen werden konnen. Diese veranderte Gesetzeslage stellt die Arbeit der Bewahrungshilfe vor ganzlich neue Herausforderungen. Die, aufgrund von Sexualstraftaten verurteilten Probanden der Bewahrungshilfe benotigen oftmals wegen der besonderen Umstande der Sexualdelinquenz und einer unter Umstanden hoheren Ruckfallgefahr eine weitaus intensivere Betreuung als andere Probanden. Hinzu kommt das viele Bewahrungshelfer aufgrund unterschiedlicher Faktoren (Ausbildung, praktisches Wissen, hohe Fallbelastung oder auch Vorbehalte gegen den Taterkreis) mit dieser Arbeit uberfordert sind. Ich mochte mit dieser Arbeit zeigen, dass das System der Bewahrungshilfe im Rahmen der gestellten Aufgabenstellung, namlich Hilfe anzubieten und Kontrolle auszuuben, gerade aufgrund seiner besonderen Einbindung in den justiziellen und sozialarbeiterischen Kontext in der Lage ist, einen substantiellen Beitrag zur Verringerung der Sexualdelinquenz zu leisten. Dabei wird