Bergbilder

Author: Helga Dirlinger
Publisher: Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
ISBN: 9783631337745
Format: PDF, ePub, Docs
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<I>Bergbilder schildert die Konstruktion der Wahrnehmung von Natur durch kulturelle Pragungen. Die Autorin spurt diesen ideengeschichtlichen Prozessen nach und analysiert die verschiedenen Formen von Naturwahrnehmung in einem Zeitraum, in dem Wildnis zunehmend als Gegenentwurf zur zivilisatorisch uberformten Kulturlandschaft erlebt wurde: Anhand englischer Bergerlebnisse und -schilderungen zwischen dem Ende des 17. und der Mitte des 19. Jahrhunderts werden die Wurzeln unseres heutigen Naturverstandnisses untersucht und durch die Beschaftigung mit vergangenen Wahrnehmungsstereotypen das heute dominante Bild der Berge in seiner Selbstverstandlichkeit relativiert."

Martin Luthers Judenschriften

Author: Harry Oelke
Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 3647557897
Format: PDF, ePub, Mobi
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Martin Luthers „Judenschriften“ haben in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eine hochproblematische, aber bislang kaum erforschte Wirkungsgeschichte gehabt. Dieser Rezep­tions­ge­schichte widmet sich der vorliegende Band. Dabei steht nicht die ein­di­men­­sionale Pers­pek­tivierung eines historischen Versagens Lu­thers im Vordergrund. Viel­mehr wird die Re­­zeption im Kontext zeitgenössischer theologischer und historischer Bedingungen untersucht: Welche theologischen und politischen Motive bedingten die Rezeption von Luthers antijüdischen Schriften in der Lutherforschung des 19. Jahr­hunderts? Welche Rolle spielten sie im lutherischen Konfessionalismus und in der jüdischen Wahr­neh­mung jener Zeit? Wie wurden sie in der Zwischenkriegszeit von der Bekennenden Kirche oder den „Deutschen Christen“ zur Zeit des Nationalsozialismus politisch und theologisch instrumentalisiert? Vor diesem Hintergrund kommt die Bedeutung und Wirkung von Luthers Schrif­ten für neuzeitliche theo­lo­­gi­sche Diskurse und hi­storische Entwicklungen, einschließlich Anti­se­mitis­mus und NS-Zeit, zur Sprache. Die in­halt­liche Auf­arbeitung mit der Wirkungsgeschichte von Luthers „Judenschriften“ ist nicht auf das En­de des Zweiten Weltkriegs begrenzt, der Band beleuchtet zudem die Rezeption der „Judenschriften“ im anglo­amerikanischen Raum und ihre ethische, kirchengeschichtliche und kirchenpolitische Aufarbeitung im Protestantismus seit 1945.

Machtworte

Author: Andreas Mauz
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161541933
Format: PDF, ePub, Docs
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English summary: Sacred text is a key phenomenon of both historical and contemporary religion. The conventional argument for its normative status lies in the text's genesis: its perception as "revelation", as a message from transcendent entities. Against this background Andreas Mauz focuses strictly on the text-immanent account of such revelatory incidents. He establishes a poetological notion of 'sacred text' based on the text's self-description as being revealed. Drawing on theoretical sources from literary and media studies, the author offers a detailed vocabulary for describing the phenomena in question--e.g. the relation of the 'sanctifying' and the 'sanctified' text, the revelation narrative, the scene of writing. Beyond the interest in text analysis the author also pursues a theological aim. The poetics of 'sacred text' refer to a sensitive intersection between biblical studies and dogmatics: what does the fact of the pluralistic genetic self-description of certain biblical texts mean in terms of a normative dogmatic description of the one Scripture? German description: Zu den markanteren Phanomenen historischer wie gegenwartiger Religion gehort der sogenannte heilige Text. Die einschlagige Begrundung seiner normativen Geltung liegt in seiner Genese: der Wahrnehmung des Textes als Kundgabe transzendenter Instanzen, als Offenbarung. Vor diesem Hintergrund fokussiert Andreas Mauz ganz auf die textimmanente Darstellung solcher Offenbarungsereignisse. Er entwirft einen poetologischen Begriff des 'heiligen Textes', der orientiert ist an der Selbstbeschreibung von Texten als offenbarten. In Aufnahme literatur- und medienwissenschaftlicher Theorieangebote bietet der Autor ein differenziertes Instrumentarium zur Beschreibung der betreffenden Phanomene - etwa des Zusammenspiels von 'heiligendem' und 'geheiligtem' Text, der Eigenart der Offenbarungserzahlung, den divergierenden Schreib-Szenen. An die Seite des textanalytischen Erkenntnisinteresses tritt ein theologisches. Die Poetik des 'heiligen Textes' verweist auf eine sensible Schnittstelle von bibelwissenschaftlichem und dogmatischem Diskurs. Denn was bedeutet das Faktum der vielfaltigen genetischen Selbstbeschreibung der biblischen Schriften fur die dogmatische Fremdbeschreibung der einen Schrift?

Zwischen Landnahme und K nigtum

Author: Friedrich-Emanuel Focken
Publisher:
ISBN: 9783666540394
Format: PDF, ePub
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Friedrich-Emanuel Focken analysiert in der literarkritischen und redaktionsgeschichtlichen Studie die Einleitung in die Richterzeit (Ri 2,6-3,6), die Abimelecherzählung (Ri 8,33-9,57) und die Jiftacherzählung (Ri 10,6-12,7) aus dem Richterbuch sowie die ähnlich gestaltete Erzählung von Samuels Philistersieg (1Sam 7,2-17) und die Begründung der Verwerfung von Israel und Juda (2Kön 17,7-23) aus den Samuel- und Königebüchern. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass die deuteronomistische Grundschicht des Richterbuchs erst sekundär zwischen den durch die Priesterschrift geprägten Hexateuch (Gen-Jos) und ...

Die Querverweise Im Pentateuch

Author: Rainer Kessler
Publisher: Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
ISBN: 9783631665589
Format: PDF, Docs
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Wie ist der Pentateuch, sofern er nicht zur Priesterschrift gehört, entstanden? Wurden durchlaufende Quellen kombiniert? Oder wurden kleinere Einheiten zu gröÃYeren Blöcken zusammengefügt, bis schlieÃYlich redaktionelle Stellen den Pentateuch als Ganzen überblicken? Die hier erstmals im Druck vorliegende Untersuchung von 1972 - «aus der ganz frühen Phase der kritischen Anfragen an die bis dahin fraglos gültige Drei-Quellen-Theorie» (R. Albertz) - setzt an den Querverweisen zwischen den Ãoeberlieferungen an. Sie stellt das Quellenmodell in Frage und plädiert für eine überlieferungsgeschichtliche Lösung. Der deuteronomistischen Redaktion weist sie dabei eine Schlüsselrolle für die Gesamtkomposition zu. In einem Geleitwort nimmt R. Albertz eine forschungsgeschichtliche Einordnung der Arbeit vor.

Mosetora Und Jahwetora

Author: Benjamin Kilchör
Publisher: Harrassowitz
ISBN: 9783447104098
Format: PDF, ePub, Docs
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English summary: In the books of Exodus, Leviticus and Numbers, Yahweh appears as a legislator and transmits the Torah to Moses. In Deuteronomy it is Moses who speaks and no longer Yahweh. According to Deut. 1.5 Moses conveys the Torah to the people of Israel in Deuteronomy. During the last 150 years a view contradicting this assertion has largely prevailed which contends that a large number of the laws in Exodus, Leviticus and Numbers are younger than Deuteronomic law, and as a consequence cannot have been interpreted in Deuteronomic law. Benjamin Kilchor systematically compares the whole of Deuteronomic law (Deut. 12.2 to 26.15) with its parallels in the books of Exodus, Leviticus and Numbers. It turns out that the laws in Exodus, Leviticus and Numbers are embraced in Deutoronomy, not only at the level of the narrative, but also in terms of legal history. Deuteronomy picks up on these older laws, not in order to replace them, but in order to apply them to new situations, to supplement them, and to close legal loopholes. The Ten Commandments play an important role in the interpretation of these older laws, giving Deuteronomic law its structure and its interpretive framework. German description: In den Buchern Exodus, Levitikus und Numeri tritt Jahwe als Gesetzgeber auf und ubermittelt Mose die Tora. Im Deuteronomium spricht nicht mehr Jahwe, sondern Mose. Nach Dtn 1,5 legt Mose im Deuteronomium die Tora fur das Volk Israel aus. Entgegen dieser Darstellung hat sich in den letzten 150 Jahren weitgehend die Meinung durchgesetzt, dass ein Grossteil der Gesetze aus Exodus, Levitikus und Numeri junger ist als das deuteronomische Gesetz und folglich im deuteronomischen Gesetz nicht ausgelegt sein kann. Benjamin Kilchor vergleicht systematisch das gesamte deuteronomische Gesetz (Dtn 12,2-26,15) mit all seinen Parallelen in den Buchern Exodus, Levitikus und Numeri. Dabei zeigt sich, dass die Gesetze in Exodus, Levitikus und Numeri nicht nur auf der Ebene der Erzahlung, sondern auch rechtsgeschichtlich im Deuteronomium vorausgesetzt sind. Das Deuteronomium greift diese alteren Gesetze auf, nicht um sie zu ersetzen, sondern um sie auf neue Situationen hin anzuwenden, zu erganzen, oder um Gesetzeslucken zu schliessen. Eine wichtige Rolle fur die Auslegung dieser alteren Gesetze spielen die Zehn Gebote, die dem deuteronomischen Gesetz seine Struktur und seinen Interpretationsrahmen geben.

Schriftgelehrte Traditionsliteratur

Author: Konrad Schmid
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161508608
Format: PDF, Kindle
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English summary: Recent research has shown that the Old Testament books largely consist of both text and commentary in one. The composition of the Old Testament as a written text can be interpreted as the differentiated process of scriptural exegesis within the Bible, a process which repeatedly updated traditional texts in order to apply them to new historical situations. It was not until the texts became canonical that the texts and commentaries were separated permanently. The various studies by Konrad Schmid in this volume investigates the culture of writing and the composition of literary works in ancient Israel, presents several case studies of inner-biblical exegesis in the Old Testament and reflects on the resulting theological significance. The image of the Old Testament as traditional scribal literature as portrayed by recent Old Testament studies lays the foundation for an historically differentiated and theologically dynamic view of the Bible. German description: Die neuere Forschung zum Alten Testament hat deutlich gemacht, dass dessen Bucher uber weite Strecken hin Text und Kommentar in einem sind. Die Schriftwerdung des Alten Testaments lasst sich als ein differenzierter Prozess innerbiblischer Schriftauslegung interpretieren, der uberkommenes Textgut jeweils auf neue historische Situationen hin aktualisiert hat. Erst die Kanonsgrenze hat Text und Kommentar dann dauerhaft voneinander getrennt. Der vorliegende Band vereinigt verschiedene Studien von Konrad Schmid, in denen er sich der Rekonstruktion der Schriftkultur und des Literaturbetriebs im antiken Israel zuwendet, mehrere Fallstudien innerbiblischer Exegese im Alten Testament vorstellt und schliesslich die theologische Bedeutung dieser Befunde thematisiert. Das von der neueren alttestamentlichen Wissenschaft gezeichnete Bild des Alten Testaments als schriftgelehrter Traditionsliteratur erweist sich dabei als Grundlage einer historisch differenzierten und theologisch dynamischen Wahrnehmung der Bibel.