On the Limits of Constitutional Adjudication

Author: Juliano Zaiden Benvindo
Publisher: Springer Science & Business Media
ISBN: 9783642114342
Format: PDF, ePub, Docs
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Juliano Z. Benvindo investigates the current movement of constitutional courts towards political activism, especially by focusing on the increasing use of the balancing method as a “rational” justification for this process. From the critical perception of the serious risks of this movement to democracy, the book takes as examples two constitutional realities, Germany and Brazil, in order to discuss the rationality, correctness, and legitimacy of constitutional decisions within this context. Through a dialogue between Jacques Derrida’s deconstruction and Jürgen Habermas’s proceduralism, the author confronts Robert Alexy’s defense of the balancing method as well as those two constitutional realities. This confrontation leads to the introduction of the concept of limited rationality applied to constitutional democracy and constitutional adjudication, which affirms the double bind of history and justice as a condition for a practice of decision-making committed to the principle of separation of powers.

Proportionality and Judicial Activism

Author: Niels Petersen
Publisher: Cambridge University Press
ISBN: 1316834034
Format: PDF, ePub, Mobi
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The principle of proportionality is currently one of the most discussed topics in the field of comparative constitutional law. Many critics claim that courts use the proportionality test as an instrument of judicial self-empowerment. Proportionality and Judicial Activism tests this hypothesis empirically; it systematically and comparatively analyses the fundamental rights jurisprudence of the Canadian Supreme Court, the German Federal Constitutional Court and the South African Constitutional Court. The book shows that the proportionality test does give judges a considerable amount of discretion. However, this analytical openness does not necessarily lead to judicial activism. Instead, judges are faced with significant institutional constraints, as a result of which all three examined courts refrain from using proportionality for purposes of judicial activism.

Verh ltnism igkeit als Rationalit tskontrolle

Author: Niels Petersen
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161535109
Format: PDF, ePub, Docs
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Verfassungsgerichtsbarkeit befindet sich auf der Schnittstelle zwischen Recht und Politik. Vielen Verfassungsgerichten wird der Vorwurf gemacht, politischen Aktivismus zu betreiben. Als eines der Hauptinstrumente eines solchen verfassungsgerichtlichen Aktivismus wird - zumindest in der deutschen Diskussion - die Abwagung im Rahmen der Verhaltnismassigkeit ausgemacht. Diese sei juristisch nicht rationalisierbar und eroffne Verfassungsrichtern daher politische Handlungsspielraume. Niels Petersen spurt dieser These nach. Zu diesem Zweck unterzieht er die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, des sudafrikanischen Verfassungsgerichts und des kanadischen Supreme Court einer empirischen Untersuchung. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Gerichte neben dogmatischen auch institutionellen Schranken unterliegen und sich daher bei der Abwagung eher zuruckhalten. Verhaltnismassigkeit wird vielmehr als Instrument zur Rationalitatskontrolle des Gesetzgebers ve rstanden.

Der Europ ische Gerichtshof f r Menschenrechte als Diskursw chter

Author: Björnstjern Baade
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3662542803
Format: PDF, Kindle
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Das Buch nimmt die aktuelle Kritik am EGMR zum Anlass, die Grundsatzfrage zu stellen, welche Rolle dieser gegenüber dem demokratisch-rechtsstaatlichen Entscheidungsprozess seiner Vertragsstaaten einnehmen sollte. Denn die Kritik an der Legitimität des Gerichtshofs, die momentan im Vereinigten Königreich am drastischsten formuliert wird, wirft berechtigte demokratietheoretische Frage auf und ist ernst zu nehmen. Neben einer detaillierten rechtstheoretischen und -methodischen Bewertung der Rechtsprechung wird die Kritik auch aus staatstheoretischer Sicht behandelt. Hierbei werden jeweils interdisziplinär Erkenntnisse der Philosophie sowie der Sprach- und Politikwissenschaften herangezogen. Nach einer ausführlichen Analyse anhand der Wiener Vertragsrechtskonvention werden objektivistische Auslegungsansätze (wie original meaning oder positivisme sociologique) erörtert und zurückgewiesen. Die Kontrolle der Einhaltung prä-existenter Normen ist als alleiniges Erklärungs- und Rechtfertigungsmodell jedenfalls defizitär. Aufgabe des Gerichtshofs ist es auch, den demokratisch-rechtsstaatlichen Entscheidungsdiskurs an seine korrekte Funktionsweise zu binden, seine normative Rationalität sicherzustellen sowie hierfür die Tatsachengrundlage zu prüfen. Hierbei kommt der margin of appreciation und dem sie maßgeblich bestimmenden Faktor der Legitimität der kontrollierten Entscheidung besondere Bedeutung zu. Sie verhindert ihrerseits, dass der Gerichtshof aus seiner Rolle fällt, die darin besteht, als Wächter dieses Diskurses einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Institutionen demokratischer Rechtsstaaten ihrer Rolle entsprechen.

Verfassungsidentit t

Author: Monika Polzin
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 3161556437
Format: PDF, Mobi
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Das Konzept der Verfassungsidentität ist seit dem Lissabon-Urteil und der nachfolgenden Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts derzeit (wieder) in aller Munde. Das Besondere daran ist, dass dieses Konzept im Grundgesetz nicht ausdrücklich geregelt ist und es sich gerade verselbstständigt. Es stellen sich daher die grundlegenden Fragen, ob und inwieweit das Grundgesetz überhaupt ein rechtlich relevantes Konzept der Verfassungsidentität vorsieht, und ob die Verwendung des Begriffs der Verfassungsidentität im Rahmen des Grundgesetzes angemessen ist. Diesen Kernfragen geht Monika Polzin nach. Sie untersucht zunächst die verfassungshistorische Herkunft des Konzepts der Verfassungsidentität und überprüft dann seine Validität in verfassungstheoretischer und verfassungsrechtlicher Hinsicht. Das Ergebnis ist eine Entmystifizierung der Verfassungsidentität und der zentrale Befund, dass es sich nicht um ein normatives Konzept des Grundgesetzes handelt.

Demokratische Gesetzgebung in der Europ ischen Union

Author: Jelena von Achenbach
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 364223917X
Format: PDF, Mobi
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Das Mitentscheidungsverfahren (Art. 294 AEUV) ist seit dem Vertrag von Lissabon das ordentliche Gesetzgebungsverfahren der Europäischen Union. Mit der Monographie wird die Co-Gesetzgeberschaft von Europäischem Parlament und Rat als Mittel der demokratischen Legitimation europäischer Gesetzgebung untersucht. Im Zentrum steht dabei eine demokratietheoretische Auseinandersetzung mit dem Modell der dualen demokratischen Legitimation europäischer Hoheitsgewalt, das mit Art. 10 EUV nunmehr im Demokratieprinzip der Union verankert ist. Daneben steht eine empirisch gestützte Untersuchung der Praxis des Mitentscheidungsverfahrens, die sich insbesondere der zunehmenden Informalisierung des Gesetzgebungsprozesses („Triloge“) kritisch widmet.

Spielr ume im ffentlichen Recht

Author: Matthias Klatt
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161505645
Format: PDF, ePub, Mobi
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English summary: Discretion is omnipresent in the law. It makes the law flexible, does however impair its regulatory powers. Using Robert Alexy's principles theory, Matthias Klatt and Johannes Schmidt study the discretion given in balancing principles. In doing so, they focus on epistemic discretion which originates in the tentativeness of knowledge. German description: Spielraume sind im Recht allgegenwartig. Sie machen das Recht flexibel, schwachen aber auch seine Steuerungskraft. Im offentlichen Recht spielt die Offenheit der Abwagung von Prinzipien eine herausgehobene Rolle. Die daraus resultierenden Spielraume liegen vielen grundrechtlichen Fragestellungen des Verfassungsrechts, uber den Grundsatz der Verhaltnismassigkeit aber auch einer Vielzahl verwaltungsrechtlicher Probleme zugrunde. Matthias Klatt und Johannes Schmidt nehmen die Frage der Spielraume im Rahmen der Abwagung von Prinzipien auf. Die vorliegende Schrift steht in der Tradition der Prinzipientheorie Robert Alexys. Die Autoren entwickeln Alexys Spielraumdogmatik aber in wesentlichen Teilen weiter und ubertragen sie auf neue Rechtsgebiete wie das Verwaltungsrecht und das Europarecht. Die epistemischen Spielraume, die durch Unsicherheit von Wissen entstehen, stehen dabei im Zentrum.

Exploring Vulnerability

Author: Günter Thomas
Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 3647540633
Format: PDF, Mobi
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Vulnerability is an essential but also an intriguing ambiguous part of the human condition. This book con-ceptualizes vulnerability to be a fundamental threat and deficit and at the same time to be a powerful resource for transformation.The exploration is undertaken in multidisciplinary perspectives and approaches the human condition in fruitful conversations with medical, psychological, legal, theological, political and philosophical investiga-tions of vulnerability.The multidisciplinary approach opens the space for a broad variety of deeply interrelated topics. Thus, vulnerability is analyzed with respect to diverse aspects of human and social life, such as violence and power, the body and social institutions. Theologically questions of sin and redemption and eventually the nature of the Divine are taken up. Throughout the book phenomenological descriptions are combined with necessary conceptual clarifications. The contributions seek to illuminate the relation between vulnerability as a fundamental unavoidable condition and contingent actualizations related to specific dangers and risks. The core thesis of the book can be seen within its multi-perspectivity: A sound concept of vulnerability is key to a realistic, that is to say neither negative nor illusionary anthropology, to an honest post-theistic understanding of God and eventually to a deeply humanistic understanding of social life.

Jenseits der Menschenrechte

Author: Anne Peters
Publisher: Mohr Siebeck
ISBN: 9783161527494
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Grundthese des Buches ist, dass ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat, der den Menschen zum primaren Volkerrechtssubjekt macht. Diese These wird vor dem Hintergrund der Ideengeschichte und Dogmatik der Volkerrechtspersonlichkeit des Menschen entfaltet und auf die Rechtspraxis in zahlreichen Teilrechtsgebieten, angefangen vom Recht der internationalen Verantwortung uber das Recht des bewaffneten Konflikts, das Recht der Katastrophenhilfe, das internationale Strafrecht, das internationale Umweltrecht, das Konsularrecht und das Recht des diplomatischen Schutzes, das internationale Arbeitsrecht, das Fluchtlingsrecht bis hin zum internationalen Investitionsschutzrecht gestutzt. Der neue Volkerrechtsstatus des Menschen wird mit dem Begriff des subjektiven internationalen Rechts auf den Punkt gebracht.